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Man kann nicht Nicht kommunizieren

Die Aussage des bekannten Kommunikationsforschers Paul Watzlawick, „Man kann nicht NICHT kommunizieren“, sollte sich jeder einrahmen und auf den Schreibtisch stellen. Denn Studien belegen, dass der eigentliche Inhalt unserer Mitteilungen, das tatsächlich gesprochene Wort, nur zu 6% mitbestimmt, wie unsere Aussagen bei unserem Gegenüber ankommen. Viel wichtiger ist der nonverbale Rahmen, in dem diese Worte gesprochen werden, also die Körpersprache, die Stimme, der Gesichtsausdruck. Unser Gehirn verbindet all diese Dinge, um zu entschlüsseln, ob uns unser Gesprächspartner wohlgesinnt ist oder nicht, und der eigentliche Inhalt seiner Aussage tritt dabei in den Hintergrund.

Nun leben wir im Zeitalter der mobilen Erreichbarkeit; gerade im Berufsleben finden die meisten unserer Gespräche telefonisch, ohne direkten Blickkontakt, statt. Unser Unterbewusstsein kann sich also nicht an der Körpersprache des Anderen orientieren, sodass allein unsere Stimme dafür „herhalten“ muss. Dabei kommt es nicht nur darauf an, ob wir eine „schöne Telefonstimme“ haben – es taugt nun mal nicht jeder zum Radiomoderatoren! Viel wichtiger, und oftmals unterschätzt, ist die Übertragung unseres Gemütszustandes auf unsere Stimme und somit auf unseren Gesprächspartner. Empfinden Sie einen Anruf gerade als störend, weil Sie noch schnell Ihre E-Mail fertig schreiben wollten, dann wird sich Ihre Gereiztheit garantiert hören lassen.

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