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Pech kommt selten allein.

Pech kommt selten allein.

Ohne Kaffee am Morgen, fühlt sich manch einer beim „morgendlichen-zur-Arbeit-gehen-Ritual“ wie in einer Slow-Motion Schleife. In drei Minuten wird der Bus abfahren und ich suche noch alles zusammen. Mit offener Hose, Schuhen in den Händen, Zigarette im Mund – noch nicht angezündet – springe ich aus der Wohnung. Noch zwei Minuten. Erstes mal Pech: Muss wieder zurück. Die Wohnungstür schliessen und ab auf den Bus. Das zweite Pech: Der Bus fährt genau dann ab, wenn ich schon am Strassenrand stehe und nur noch 20 Meter bis zur Station weit laufen müsste. Wenn ich den nicht erwische, werde ich zu spät kommen. Immer noch mit den Schuhen in den Händen, Hose konnte ich mittlerweile halb zu machen, stelle ich mich direkt auf die Busspur auf der Strasse und versuche denn Bus noch aufzuhalten, hat schliesslich auch schon mal geklappt. Dieses Mal offenbar nicht. Der Buschauffeur war nicht wirklich erfreut mich auf der Strasse zu sehen. Dementsprechend machte er einen grossen, sicheren Bogen um mich herum und fuhr weg. Da stehe ich nun da. Mit Schuhe in den Händen, angezündeter Zigarette im Mund und verzweifelt wie es jetzt weitergehen soll. Es ist 06:53. Viel zu früh für so ein Ärgernis. Das Taxi wird schnell hier sein. Das ist es auch. 20 Franken später am Bahnhof Luzern, gleich das dritte mal Pech: Noch 40 Sekunden bevor der 07:10 Uhr Zug abfährt, laufe ich so schnell wie ich nur kann, nicht aufhaltend durch meine immer weiter herabstürzenden Hosen, zum Gleis 6. Und natürlich schaffe ich es nicht, bevor die Türen des Zuges sich endgültig verschliessen und der Zug langsam vom Bahnhof wegfährt. Na gut. Erst mal beruhigen und dann einen grossen, fetten, doppelten Espresso holen. Zeit für Plan B. Plan B ist immer das Taxi nehmen. Der nächste Zug fährt direkt zum Zielort und ist leider erst kurz nach 08:00 Uhr am Bahnhof. Angekommen springe ich, als würde es um das Leben eines Kleinkindes gehen, zur Taxi Station und siehe da… kein Taxi. Das darf doch nicht wahr sein. Plan B funktioniert immer! Ohne Wenn und Aber! Dafür gibt es ja dieses Plan B Paket…

Während mein Magen knurrt und die ersten Anzeichen für Kopfschmerzen auch schon da sind, begebe ich mich zum Bus, welcher sowieso gleich abfahren wird. Das ganze umher gestresse, sich vor den Bus stellen, etliches Geld für Taxis ausgeben haben nichts genützt, daher gehe ich wie alle anderen normalen Pendler zum Bus und gestehe mir endlich ein, dass ich zu spät dran bin.

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